Welche Dateien sollten Sie auf einem Windows-PC sichern?
Sichern Sie die Dateien, die Sie nicht neu erstellen könnten: Ihre Dokumente, Fotos, Arbeits- und Projektordner und alle E-Mail-Archive, die auf dem PC liegen. Windows selbst und die installierten Programme brauchen Sie nicht zu sichern, denn sie lassen sich neu installieren. Beginnen Sie mit einem kleinen, wichtigen Backup-Satz, prüfen Sie, ob er funktioniert, und ergänzen Sie dann mehr.
Eine einfache Regel: Sichern Sie, was sich nicht ersetzen lässt
Stellen Sie zu jedem Ordner eine Frage: Wenn er heute Nacht verschwände, bekäme ich ihn ohne Backup zurück? Windows lässt sich neu installieren. Microsoft Office lässt sich erneut herunterladen. Ein Familienfoto von 2019, ein halbfertiger Bericht oder der Projektordner eines Kunden lassen sich nicht ersetzen. Das sind Ihre Backup-Prioritäten.
Eine gezielte Auswahl hat praktische Vorteile. Ein kleinerer Satz wird schneller gesichert, braucht weniger Speicher und ist leichter zu prüfen. Beim Cloud-Backup ist das erste Backup der langsamste Teil. Wenn Sie zuerst die wichtigsten Ordner schützen, sind Sie deshalb früher abgesichert.
Ihre Benutzerordner: der beste Ausgangspunkt
Windows legt die meisten persönlichen Dateien in Ihrem Benutzerprofil ab, im Ordner mit dem Namen Ihres Kontos unter „Benutzer“. Die üblichen Orte sind:
- Dokumente: Briefe, Tabellen, PDFs, eingescannte Unterlagen und alles, was standardmäßig dort gespeichert wird.
- Desktop: Viele legen hier Arbeitsdateien ab, ohne den Desktop als Speicherort zu sehen.
- Bilder und Videos: Fotos, Screenshots und Heimvideos, oft die größten und wertvollsten Dateien.
- Musik: lohnt sich, wenn es sich um selbst digitalisierte oder gekaufte Dateien handelt, die Sie nicht erneut herunterladen können.
- Downloads: nur die Dinge, die Sie behalten wollen. Dieser Ordner füllt sich oft mit Installationsprogrammen, die sich erneut herunterladen lassen.
Prüfen Sie, wo Ihre Ordner wirklich liegen Wenn Sie die OneDrive-Ordnersicherung nutzen, können Desktop, Dokumente und Bilder im OneDrive-Ordner liegen, und manche Dateien sind möglicherweise nur online gespeichert. Ein Backup des PCs kann nur lesen, was tatsächlich auf dem PC liegt. Prüfen Sie daher, welche Dateien lokal vorhanden sind, und entscheiden Sie, wie Sie jeden Ort schützen wollen.
Arbeitsdateien und Projektordner
Wenn Sie den PC beruflich nutzen, sind die Ordner mit Ihren Projekten meist die wertvollsten Daten darauf. Dazu gehören Kundendateien, Buchhaltungsdaten, Design- und Videoprojekte, Quellcode, lokal geführte Datenbanken und alles, was Sie von Hand neu aufbauen müssten.
Sichern Sie die Ordner, in denen die Arbeit selbst liegt. Bei Quellcode bewahren Sie den Verlauf des Repositorys zusätzlich in einem gehosteten Repository auf; ein PC-Backup ist ein zweiter Schutz, kein Ersatz. Bei Software, die Daten an einem eigenen Ort ablegt, etwa Buchhaltungs- oder Designprogrammen, prüfen Sie, wo sie Dateien speichert, und nehmen diesen Ordner auf. Oder Sie nutzen die Export- oder „Kopie speichern“-Funktion des Programms in einen Ordner, den Sie sichern.
Große Arbeitsdateien ändern sich oft. Werkzeuge, die nach dem ersten Backup nur neue und geänderte Daten senden, wie Tornova es tut, machen wiederholte Backups großer Projektordner gut handhabbar.
E-Mail-Archive und andere persönliche Daten
Liegen Ihre E-Mails auf einem Server (ein Webmail-Konto oder ein Postfach, das Ihr Arbeitgeber verwaltet), sind die Nachrichten bereits an anderer Stelle gespeichert. Führen Sie lokale Archive, etwa Outlook-Datendateien (.pst) oder exportierte Postfächer, existieren diese Dateien nur auf Ihrem PC und verdienen ein Backup. Zwischengespeicherte Postfachdateien, die lediglich einen Server spiegeln, lassen sich neu aufbauen und sind meist keine Priorität.
Programme können Ihre Daten an verschiedenen Orten ablegen, und manche nutzen dafür den versteckten Ordner AppData. Sie müssen nicht ganz AppData sichern, denn dort liegt viel Temporäres und Wiederherstellbares. Suchen Sie gezielt nach Programmen ohne Exportfunktion, in deren Dokumentation steht, wo die Daten liegen. Bewahren Sie außerdem Kopien von Dingen auf, die Sie nicht erneut herunterladen können: Lizenzschlüssel, Kaufbelege und Installationsprogramme für kostenpflichtige Software, die der Hersteller nicht mehr anbietet.
Geöffnete Dateien können ein Problem sein. Verwendet ein Programm eine Datei im Moment des Backups, kann sie gesperrt sein. Tornova erfasst gesperrte Dateien und Dateien mit verweigertem Zugriff als übersprungen oder nicht verfügbar, macht mit dem Rest weiter und listet sie im Ergebnis auf. Schließen Sie deshalb Programme wie E-Mail-Clients vor einem manuellen Backup, oder prüfen Sie das Ergebnis hinterher.
Was Sie getrost weglassen können
- Windows selbst und die Ordner „Programme“ (Program Files). Installieren Sie sie neu. Ein Datei-Backup ist nicht dafür gedacht, ein lauffähiges System zurückzubringen. Dafür brauchen Sie ein Systemabbild, also ein anderes Werkzeug.
- Temporäre Dateien und Caches. Browser-Caches, der Ordner Temp und Miniaturansicht-Caches werden automatisch neu aufgebaut.
- Heruntergeladene Installationsprogramme und ISO-Abbilder, die Sie erneut herunterladen können.
- Build-Ausgaben und Abhängigkeitsordner, etwa kompilierte Ergebnisse oder heruntergeladene Paketordner, wenn Ihre Werkzeuge sie neu erzeugen.
- Der Windows-Papierkorb. Was dort liegt, ist aus Ihrer Sicht bereits gelöscht.
- Duplikate. Liegt dieselbe Fotosammlung an drei Orten, schützen Sie eine davon gut.
Im Zweifel nehmen Sie lieber etwas auf als aus. Speicher ist günstiger als Reue. Besteht Ihr Backup-Satz aber aus dem ganzen Laufwerk, zahlen Sie dafür, vieles zu schützen, was sich neu installieren ließe.
So stellen Sie Ihren Backup-Satz zusammen
- Ordner nach Wert auflisten
- Ihre Größe prüfen
- Die wichtigsten zuerst aufnehmen
- Das erste Backup ausführen
- Das Ergebnis prüfen
- Später mehr ergänzen
Klicken Sie im Datei-Explorer mit der rechten Maustaste auf einen Ordner und wählen Sie „Eigenschaften“, um seine Größe zu sehen. Addieren Sie die Ordner, die Sie schützen wollen. Diese Summe plus das Wachstum im nächsten Jahr zeigt Ihnen, wie viel Speicher Sie brauchen; Wie viel Speicher brauche ich fürs Cloud-Backup? erklärt die Schätzung.
Halten Sie den ersten Satz klein. Dokumente, Desktop, Bilder und Ihr wichtigster Arbeitsordner decken die meisten Menschen ab. Wenn das erste Backup abgeschlossen ist und Sie eine Wiederherstellung getestet haben, nehmen Sie den nächsten Ordner auf. So bleibt das erste Hochladen kurz, und Probleme fallen schnell auf.
So geht Tornova damit um
In Tornova Backup ist das Backup Set (Backup-Satz) die Liste der Dateien, Ordner oder Laufwerke, die Sie auswählen. Sie können jederzeit Einträge hinzufügen oder entfernen, in der Windows-App (Tornova App) oder auf der Seite Backup der Website. Das Entfernen eines Eintrags beendet künftige Backups davon, und nichts, was bereits in der Cloud liegt, wird gelöscht. Auch das Löschen einer Datei auf dem PC löscht ihre Cloud-Kopie nicht. Hinweis zur Sprache: Das Dashboard und die Tornova App sind derzeit nur auf Englisch verfügbar. Bezeichnungen, die Sie dort sehen, nennen wir deshalb in Fettschrift auf Englisch und erklären sie beim ersten Auftreten auf Deutsch.
Einige verwandte Einstellungen sind bei der Auswahl wichtig. Versionierung ist optional und standardmäßig aus; wenn Sie sie einschalten, können Sie 3, 10 oder 50 Versionen aufbewahren, und gespeicherte Versionen belegen Speicher. Smart Cleanup listet Dateien auf, die Sie vom PC gelöscht haben und die noch eine Cloud-Kopie haben, und nichts wird entfernt, bevor Sie Dateien auswählen und bestätigen. Die vollständige Liste finden Sie auf der Seite Funktionen.
Ist Ihr Satz festgelegt, schalten Sie das automatische Backup ein, damit er aktuell bleibt. Für die erste Einrichtung folgen Sie der Anleitung Tornova Backup einrichten.
Nur Windows Tornova Backup schützt Dateien auf Windows-PCs. Es sichert weder einen Mac noch ein Smartphone und erstellt kein Systemabbild. Kombinieren Sie es mit einem Werkzeug für diese Fälle, wenn Sie sie brauchen.
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich das gesamte Laufwerk C: sichern?
Sie können es, nötig ist es selten. Der größte Teil des Laufwerks besteht aus Windows und Programmen, die sich neu installieren lassen. Wenn Sie Ihre Benutzerordner und Arbeitsordner sichern, schützen Sie, was sich nicht ersetzen lässt, meist mit deutlich weniger Speicher.
Muss ich Windows und meine installierten Programme sichern?
Ein Datei-Backup bringt kein lauffähiges System zurück. Um Windows und Programme wiederzubekommen, installieren Sie sie neu oder nutzen ein Werkzeug für Systemabbilder. Bewahren Sie die Installationsprogramme und Lizenzschlüssel kostenpflichtiger Programme auf, damit eine Neuinstallation möglich ist.
Ist meine E-Mail gesichert, wenn ich Webmail nutze?
Nachrichten in einem Webmail-Konto speichert der E-Mail-Anbieter, nicht Ihr PC. Lokale Archive oder exportierte Postfächer liegen nur auf Ihrem PC und gehören in Ihren Backup-Satz.
Wie groß sollte mein erster Backup-Satz sein?
Klein genug, um in angemessener Zeit fertig zu werden, und wichtig genug, um etwas zu bedeuten. Dokumente, Desktop, Bilder und Ihr wichtigster Arbeitsordner sind ein sinnvoller Anfang. Nach dem ersten Backup können Sie mehr ergänzen.
Was passiert, wenn beim Backup Dateien übersprungen werden?
Dateien, die ein anderes Programm sperrt oder die durch Berechtigungen geschützt sind, werden als übersprungen oder nicht verfügbar erfasst, und das übrige Backup läuft weiter. Das Ergebnis lautet Partially Completed (Teilweise abgeschlossen) und listet die Dateien auf, sodass Sie das Programm schließen oder die Berechtigung korrigieren und erneut starten können.
Weiterlesen
JavaScript is needed to sign in, buy a plan or use the dashboard.